21.05.2026
Kurz vor Pfingsten trafen sich unsere NAJU-Gruppenleiterinnen Annelie, Diana und Sylva im idyllischen Naturgarten des Rolfschen Hofs. Im Kreis Lippe gibt es derzeit fünf aktive NAJU-Gruppen, die überwiegend eigenständig in ihren Gemeinden arbeiten. Der Austausch stand im Mittelpunkt: Alle wollten sich besser kennenlernen und gemeinsam Ideen für unsere Gruppenarbeit sammeln. Beim Picknick entstanden viele inspirierende Anregungen und auch einige amüsante Anekdoten kamen zu Wort.
Fazit des Abends: Ein Herbsttreffen soll folgen, um gemeinsam weitere Schritte zu planen und Kontakte zu vertiefen.
Du möchtest selbst Teil des NAJU-Teams werden? Wir freuen uns über neue Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter, die Natur mit Kindern draußen erleben möchten. Meldet euch gerne bei Sylva Hausmann ([email protected] oder 05231-9810395) – jede Unterstützung ist willkommen.
26.04.2026

Blomberg. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des NABU Lippe im Integrationszentrum Blomberg wurde Matthias Füller, ehemaliger Leiter der Biologischen Station Lippe, in das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
"Wir sind stolz, mit Matthias Füller einen enorm fachkundigen Mitstreiter für den Naturschutz in Lippe gewonnen zu haben", freut sich Bernd MIlde, Vorsitzender des NABU Lippe unter dem tosenden Applaus der NABU-Mitglieder.
20.04.2026

Mit achtsamem Blick auf die Grünfläche am Parkplatz neben dem Wichmann-Dentallabor stellen wir erstaunt fest, wie reich sie doch an einheimischen Wildpflanzen ist!
Gerade im Frühling fallen die kleinen, violetten Blüten des Gemeinen Gundermann als Farbtupfer auf, die in Gärten, Wiesen, Wald- und Heckensäumen von ca. 40 Wildbienen-Arten, Hummeln und Bienen besucht werden. Auch Aurora- und Zitronenfalter, Grünader- und Rapsweißlinge saugen gern am Nektar. Ameisen sammeln die Samen und tragen so zur Verbreitung bei. Zu Unrecht wird der Gemeine Gundermann – auch Efeu-Gundelrebe genannt – als Unkraut gesehen. Dabei besitzt er wertvolle Inhaltsstoffe und wurde früher für Küche und Hausapotheke genutzt.
Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unserem langjährigen zweiten Vorsitzenden Bernd Mühlenmeier (*20. April 1956 – † 8. Oktober 2025).

Bernd war für unseren Verein weit mehr als ein engagierter Mitstreiter im Naturschutz. Er war ein Mensch, der mit seinem Optimismus, seiner Lebensfreude und seiner ganz eigenen Art viele von uns
geprägt und immer wieder motiviert hat.
Wenn wir an Bernd denken, kommt uns vor allem seine verschmitzte Art in den Sinn. Er hatte einen ganz besonderen Humor, nahm sich selbst und vieles andere nie zu ernst und konnte dabei manchmal
so unbeschwert sein wie ein Kind. Gleichzeitig verstand er es, mit einem Augenzwinkern und einer gewissen Hartnäckigkeit das durchzusetzen, was ihm am Herzen lag. Er war ein Mensch, der seinen
eigenen Weg ging, lieber anpackte als lange zu fragen – und gerade dadurch so viel bewegte.
Seit 1987 war Bernd stellvertretender Vorsitzender des NABU Kreisverbandes Lippe und leitete mit großem Engagement die Gruppe in Dörentrup. Über Jahrzehnte hinweg hat er den Naturschutz in
unserer Region entscheidend mitgestaltet. Dass sich unser Verband so entwickeln konnte und heute eine so wichtige Rolle spielt, ist auch sein Verdienst.
Mit Beharrlichkeit, Fachwissen und großem persönlichen Einsatz hat er dazu beigetragen, wertvolle Biotope in Lippe zu sichern und dauerhaft zu erhalten. Dabei war er sich nie zu schade, selbst
mit anzupacken – uneigennützig, praktisch und immer mit einem klaren Blick für das, was wirklich wichtig ist.
Mit Bernd verlieren wir nicht nur einen prägenden Teil unseres Vorstandes, sondern vor allem einen geschätzten Weggefährten – einen, der auf seine ganz eigene Weise Spuren hinterlassen hat, die
bleiben.
Wir sind dankbar für alles, was er für den Naturschutz und für unsere Gemeinschaft geleistet hat.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und allen, die ihm nahe standen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
05.12.2025
Bielefeld, 5.12.2025 | „Jetzt ist die Katze aus dem Sack“ konstatiert Karsten Otte, Sprecher der Bezirkskonferenz Naturschutz Ostwestfalen-Lippe. „Die Bahn will mit zwei Varianten weiterplanen, die besonders heftig in mehrere äußerst sensible Naturschutzbereiche eingreifen würden“. Das Bündnis der Naturschutzverbände aus OWL und Niedersachsen benennt bei der Variante 3 als besonders betroffene Naturgebiete die Bielefelder Johannisbachaue, das Heilquellenschutzgebiet von Bad Salzuflen unter dem Stuckenberg, das FFH-Schutzgebiet „Wälder bei Porta Westfalica“ und die Bückeburger Niederung, einem europaweit geschützten Refugium für seltene Vogelarten.
Karsten Otte: „Inakzeptabel ist, dass die Bahn den von den Verbänden und Kommunen der Region geforderten natur- und klimaverträglichen Ausbau entlang der Bestandsstrecke nicht ernsthaft geprüft hat“. Die Naturschutzverbände seien mit ihrer Kritik nicht allein, auch Landwirtschaftsverbände, Bürgerinitiativen und Kommunen hätten zum Ausdruck gebracht, dass hier eine ganze Region eine solche Planung ablehnt. „Der Landwirtschaft gehen hochwertige Böden verloren und vielen Betriebe droht mit dieser Trasse das Aus“.
Foto: NABU/JDP