Detmold. In der Aula des Bildungshauses Weerthschule hatten die Delegierten des NABU Lippe auf ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung am 29. März auch über die Änderung der Satzung zu entscheiden. Hintergrund war die von der Bundesvertreterversammlung des NABU 2022 beschlossene umfangreiche Neufassung der Satzung, die juristisch auf den aktuellen Stand gebracht wurde. Der NABU Landesverband hatte daraufhin den Kreis- und Stadtverbänden eine Mustersatzung zur Verfügung gestellt, die der Vorstand des NABU Lippe, federführend durch den Vorsitzenden Bernd Milde, mit den für Lippe angepassten Daten den Mitgliedern bereits im Vorfeld mit der Einladung zu der Mitgliederversammlung zugesandt hatte. Durch diese gut vorbereitete Vorlage der neuen Satzung gab es nur wenige Punkte, die konstruktiv diskutiert und im Anschluss bei nur einer Enthaltung beschlossen wurden.
Zuvor hatte der Vorsitzende Bernd Milde seinen umfangreichen Tätigkeitsbericht über die im vergangenen Jahr geleisteten Aktivitäten des Naturschutzverbandes in Lippe den Anwesenden präsentiert. Dabei nahm der Bericht über die laufende Verbandsklage gegen den Bau eines Hochwasserrückhaltebeckens und den Bau einer Umgehungsstraße bei Hornoldendorf in Detmold einen großen Teil ein. „Der NABU Lippe ist nicht gegen den Hochwasserschutz“, betonte Milde ausdrücklich,“ die hier vorgelegte Planung ist jedoch aus Natur- und Artenschutzgründen nicht akzeptabel.“ Daher sei nach gründlicher Prüfung zusammen mit dem NABU Landesverband die Klage eingereicht worden. Es bleibt abzuwarten, wie der juristische Streit ausgeht.
Susanne Haferbeck konnte in ihrem Bericht für den Rolfschen Hof erfreulich gute Zahlen präsentieren. „Die Teilnehmeranzahl ist fast wieder auf dem „vor-Corona“ Niveau“, konnte die Geschäftsleiterin stolz mitteilen. Auch das neue Projekt der Erwachsenenbildung wird gut angenommen und trägt zur finanziellen Stabilität bei. Wer die umfangreiche Arbeit bei der Umweltbildungsstätte leistet, davon konnten sich die Zuhörer in dem bebilderten Vortrag einen guten Eindruck verschaffen.
Die in diesem Jahr von den Kassenprüfern Lydia Bünger und Winfried Ober durchgeführte Kontrolle alle Konten und Geschäftsbücher bescheinigte sowohl der Geschäftsleitung am Rolfschen Hof als auch dem Kassierer des NABU Lippe, Marco Hermann, eine grundsolide und ordnungsgemäße Kassenführung, sodass die Delegierten einer Entlastung der Kasse und des Vorstandes einstimmig zustimmten.
Das reichhaltige, gespendete Kuchenbuffet (Prädikat besonders lecker) lud in der Pause zum Schlemmen und Diskutieren ein.
Pünktlich um kurz vor 18 Uhr war die Mitgliederversammlung beendet.
Vielleicht gelingt es im kommenden Jahr, die Teilnehmerzahl zu erhöhen. Für den geleisteten Arbeitsaufwand der Beteiligten wäre es sicherlich eine große Wertschätzung!
Fotos: NABU/T.Pusch
Kalletal Hohenhausen. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des NABU Lippe trafen sich die Delegierten des NABU Lippe im Bürgerbegegnungszentrum Jacobischule in Kalletal Hohenhausen. Es standen unter anderem Neuwahlen des Vorstandes an. Dabei wurde dem gesamten Vorstand das Vertrauen ausgesprochen und alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzender: Bernd Milde, stellvertretender Vorsitzender: Bernd Mühlenmeier, Schatzmeister: Marco Hermann, Beisitzer (in alphabetischer Reihenfolge: Barbara Ballof, Hans Dudler, Michael Protte, Thomas Pusch, Gabriele Weber, Marlies Weber.
Ausgeschieden aus dem Vorstand ist Joscha Weller als Vertreter der NAJU Lippe.
In seinem Jahresbericht über die Tätigkeiten des NABU Kreisverbandes Lippe ging der Vorsitzende Bernd Milde insbesondere auf die eingereichte Verbandsklage gegen die Planfeststellung des Hochwasser-Rückhaltebeckens an der Wiembecke in Detmold/Hornoldendorf ein. Er begründete die Entscheidung, die den Vorstand bewogen haben die Klage einzureichen, ausführlich, führte jedoch auch die möglichen Risiken den Delegierten vor Augen, wenn das Verfahren verloren gehen sollte. Bei der anschließenden Aussprache gab es von Seiten der Mitglieder*innen positive Wortmeldungen.
Josha Weller musste aus beruflichen Gründen aus dem Vorstand ausscheiden und kann somit nicht mehr als NAJU Ansprechperson tätig werden. Für seine engagierte Arbeit wurde er vom Vorsitzenden Bernd Milde mit einem Buchpreis geehrt.
Ein Vertreter für die NAJU im neuen Vorstand konnte bisher nicht gefunden werden. Interessierte können sich an den NABU Lippe wenden.
Bei der Wahl des Vorstandes wurden sämtliche Personen in ihren Ämtern bestätigt.
Sowohl die Jahresbericht als auch die Kassenführung des Rolfschen Hofes durch die Geschäftsführerein Susanne Haferbeck und des Kassenwartes für den NABU Lippe Marco Hermann waren tadellos und so konnte Lydia Bünger als Kassenprüferin den Delegierten die Entlastung der geführten Kassen vorschlagen, was diese einstimmig bestätigten.
Beim hervorragend bestückten und bestens bedienten Kuchenbuffet konntenin der Pause lockere Fachgespräche geführt werden.
Vielen Dank an die vielen Kuchenspender*innen!
Fotos: T.Pusch